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Zurück Frische erhalten: Transporte in Kühlcontainern

Temperaturempfindliche Güter werden über weite Strecken in Kühlcontainern transportiert. Hier erfahren Sie, wie man diese optimal befördert und behandelt.

Die Erhaltung der Frische bei temperaurempfindlichen Waren ist von größter Bedeutung. Verderbliche Produkte müssen unter optimalen Bedingungen transportiert werden, damit sie in einwandfreiem Zustand am Zielort ankommen. Alle Standard-Kühlcontainer sind so gebaut, dass sie eine Temperatur zwischen +25° C und -25° C für gekühlte und gefrorene Ladung aufrechterhalten können. Ein gewisser Prozentsatz der weltweiten Kühlcontainerflotte ist darüber hinaus in der Lage, eine Temperatur von bis zu -35° C oder sogar noch tiefer zu halten. Spezialcontainer (Superfroster) können eine Temperatur von bis zu -70° C erreichen.

Die in Kühlcontainern beförderten Güter lassen sich im Allgemeinen in gekühlte und gefrorene Waren unterteilen. Darüber hinaus gibt es noch Spezialfracht.


Gekühlte Ladung

Kühlgüter müssen bei niedrigen Temperaturen über dem Gefrierpunkt transportiert werden. Kühlcontainer können die Kühlung automatisch über ihren Zuluftsensor steuern. Sie sind in der Lage, die Temperatur zu erkennen und zu verändern.

Zu den typischen Kühlgütern gehören frisches Obst und Gemüse (insbesondere Bananen und Ananas), frisches Fleisch und Meeresfrüchte, Milch und Molkereiprodukte, Eier, frische Säfte, Süßwaren und Blumen.

Obst und Gemüse „leben und atmen“ nach der Ernte weiter. Sie brauchen Zugang zu Sauerstoff und erzeugen während ihres Wachstums Wärme. Darüber hinaus produzieren sie Gase wie Kohlendioxid. Dieser Atmungsprozess muss beim Versand berücksichtigt werden, da er das Produkt beeinflusst. Deshalb ist für „lebendes“ Obst und Gemüse eine Frischluftzufuhr erforderlich. Diese Luft muss gleichmäßig durch die Ladung strömen. Die Luft sollte durch die Verpackung und über die Ware zirkulieren können, um Reifungswärme, CO2 und C2H4 (Ethylen) abzuführen und den O2-Gehalt aufzufrischen. Die Luftmenge richtet sich nach dem Atmungsgrad des Erzeugnisses und seiner Toleranz gegenüber einem geringeren Sauerstoffgehalt und einem höheren CO2- und Ethylen-Niveau. Die Kartons sollten deshalb so übereinandergestapelt werden, dass die Löcher eine Luftzirkulation in der Ladung ermöglichen. Alle Materialien, die den Luftstrom blockieren könnten, sollten entfernt werden. 

Der Aufbau einer kontrollierten Atmosphäre ist die technologisch fortschrittlichste Methode, um die atmosphärische Zusammensetzung des Containers während seiner gesamten Reise zu kontrollieren. Eine kontrollierte Atmosphäre kann die verderblichen Waren nach der Ernte im Vergleich zu anderen Methoden zwei- bis dreimal länger frisch halten. Für die Überwachung und Steuerung werden Computersysteme eingesetzt.

Die Kältebehandlung vernichtet Fruchtfliegen, Larven oder Eier. Dazu wird die Ladung für eine bestimmte Zeit bei einer niedrigen Temperatur gehalten. Es vermeidet den Einsatz von Chemikalien und ist umweltfreundlicher.


Gefrorene Ladung

Gefriergut bezieht sich im Allgemeinen auf Waren, die bei -20 °C oder weniger versandt und gelagert werden müssen. Produkte mit einem hohen Fettgehalt, wie z. B. Eiscreme, erfordern eine niedrigere Temperatur. Dabei ist zu beachten, dass die örtlichen Vorschriften für die Transporttemperatur bestimmter Gefriergüter unterschiedlich sein können.

Gefrorene Ladungen sollten im Blockstau gestapelt werden. Es dürfen keine Lücken zwischen den Paletten oder Packstücken und keine Löcher in der Verpackung vorhanden sein. Die Luft muss über die Ladung strömen und etwaige Wärme, die in den Kühlcontainer gelangt ist, abführen können. Für nicht brennbare Produkte wie Süßigkeiten sowie für gefrorene Güter ist eine Belüftung nicht erforderlich.

Zu gefrorener Ladung gehören in der Regel gefrorenes Fleisch und Meeresfrüchte, gefrorene Fertiggerichte, gefrorene Fruchtkonzentrate, gefrorenes Obst und Gemüse sowie Eiscreme.


Spezialfracht

Zu Spezialfracht gehören Waren, die während des Transports vor Temperatur und/oder Feuchtigkeit geschützt werden sollten. Hier ist eine äußerst hohe Sorgfalt gefragt. Dazu gehören zum Beispiel Arzneimittel oder medizinische Erzeugnisse, Tabakwaren, Film- und Fotoausrüstung, Chemikalien oder empfindliche Industrieprodukte.

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Produkt-Handling: Vorkühlung und Verpackung

Niedrige Temperaturen tragen dazu bei, dass Lebensmittel länger frisch bleiben. Der Grundgedanke der Kühlung besteht darin, die Aktivität von Bakterien (die in allen Lebensmitteln vorhanden sind) zu verlangsamen. Ein tiefgefrorener Zustand kann die bakterielle Aktivität ganz unterbinden. Generell beeinflussen viele Faktoren die Haltbarkeit von Produkten: von der Hygiene über die Vorkühlung bis hin zur Lagerung und Lagertemperatur. Der richtige Umgang damit ist deshalb entscheidend.

  • Sobald ein Produkt gekühlt oder gefroren ist, muss es in diesem Zustand gehalten werden, bis es den Verbraucher erreicht. Dieser Vertriebszyklus wird als Kühlkette bezeichnet. Gekühlte oder gefrorene Waren müssen auf die empfohlene Temperatur vorgekühlt werden, bevor sie in den Container geladen werden. 
  • Um Temperaturschwankungen zu vermeiden, müssen stromlose Zeiten während des Be- und Entladens so kurz wie möglich gehalten werden. Die Kühlcontainer müssen an den Strom angeschlossen werden, sobald sie an Bord des Schiffes sind, und so spät wie möglich während des Entladens abgeklemmt werden.
  • Für den Binnentransport werden Aggregate eingesetzt. Dabei handelt es sich um tragbare Stromquellen, die mit Hilfe eines Motors Strom erzeugen.

Wenn Sie Ihre Waren in einem Kühlcontainer versenden wollen, ist es wichtig, dass Sie die richtigen Anforderungen für die zu transportierenden Waren kennen und prüfen. Unsere Reefer-Experten weltweit unterstützen Sie dabei. Klicken Sie hier, um mehr über unsere Frischelogistik-Services zu erfahren.