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Eine süße Reise: Der Schokoladentransport

Die Wissenschaft bestätigt: Schokolade enthält Aminosäuren, die den Neurotransmitter Serotonin fördern und uns glücklich machen sollen. Aber wussten Sie, dass der Transport dieser beliebten Süßigkeit aufgrund der chemischen Zusammensetzung zu einer heiklen Angelegenheit werden kann? Wir haben mit dem belgischen Reefer Business Development Manager Marc Swerts und dem britischen Experten für Perishables Air Logistics Sam Camphion gesprochen, um mehr über die Herausforderungen des Schokoladentransports zu erfahren.

Auf Schmelzpunkt und Fettreif achten

Dass Marc Experte für Schokoladentransport geworden ist, hat wohl etwas mit seinem Wohnsitz in Europas zweitgrößter Exportnation für Schokolade zu tun. In die Welt der Reefer-Logistik (temperaturgeführter Transport von Waren) ist er dann vor 15 Jahren hineingerutscht. "Damals wurde beschlossen, ein Reefer-Desk in unserer Seefracht-Abteilung einzurichten, um das Know-how zu bündeln und eine passende Lösung für Kunden zu entwickeln, die temperaturgeführte Seefracht-Transporte benötigen. Seitdem bin ich für die Entwicklung dieses Desks verantwortlich." Zu seiner Arbeit gehört auch die Aufklärung der Kunden über die beiden großen Gefahrenpunkte beim Transport von Schokolade sowie anderen verderblichen Gütern: Fettreif und Schmelze. 

Haben Sie schon einmal gräuliche Schlieren auf Ihrer Schokoladentafel entdeckt? Das ist Fettreif. Obwohl es den Geschmack nicht beeinträchtigt, sind Fettreif und Schmelze ästhetische Probleme, die eine Schokolade unverkäuflich machen können. Um dies zu vermeiden, sind wie bei jedem Kühlprodukt die Umstände während des Transports entscheidend. "Fettreif - die Trennung der Kakaobutter von den anderen Bestandteilen der Schokolade - entsteht, wenn die Temperaturen während des Transports zu stark schwanken. Ein sogenannter Temperaturschock", verdeutlicht Marc. „Bei Kühne+Nagel können wir unseren Kunden Tracking-Services anbieten, mit denen Temperatur und Standort in Echtzeit gemessen und verfolgt werden können." Der Zugriff auf Kühlcontainer in Zeiten geringerer Verfügbarkeit bringt einen weiteren Vorteil. "Der gute Ruf von Kühne+Nagel und das Engagement für temperaturgeführte Seefracht machen uns zu einem zuverlässigen Partner für Spediteure, mit denen wir im Laufe der Jahre starke Partnerschaften aufgebaut haben. Aus diesem Grund ist es uns möglich, unsere Kunden auch in der Hochsaison sehr gut zu betreuen", so Marc abschließend.

Chocolate Tea Cake für Kuwait

Es überrascht nicht, dass die Nachfrage von Schokolade um Feiertage herum ansteigt. Damit wird der Herbst zu einer Hochsaison für den Transport von Schokolade. Marc erklärt: "Der September ist für uns in Antwerpen der geschäftigste Monat, da wir große Mengen an Schokolade in die USA und nach Kanada versenden. Zu dieser Zeit stocken die nordamerikanischen Vertriebsketten ihre Bestände auf, um die Schokolade für Thanksgiving und die Feiertage an ihre lokalen Geschäfte zu verteilen." Die Volumina für sogenannte Industrie-Schokolade, die als Zutat in Süßwaren wie Keksen, Eiscreme oder Waffeln verwendet wird, sind jedoch weniger anfällig für saisonale Nachfrageschwankungen. Das macht eine Kombination aus beiden Kundenarten ideal. "Auf diese Weise können wir Schokolade das ganze Jahr über versenden und sicherstellen, dass unsere Teams mit gleichmäßigeren Mengen arbeiten können."

Sam Camphion, Experte für Perishables Air Logistics in Heathrow, erklärt uns, dass auch seine Abteilung gelegentlich Schokoladentransporte abwickelt. "Wenn wir Schokolade auf dem Luftweg transportieren, handelt es sich hauptsächlich um Konsolidierungssendungen für Einzelhandelskunden, um die höheren Kosten der Luftfracht zu umgehen", sagt er. "Allerdings gibt es auch Ausnahmen wie zum Beispiel Chocolate Tea Cake. Diese schokoladenüberzogene Marshmallow-ähnliche Süßigkeit ist hier in Großbritannien sehr beliebt. Auch im Nahen Osten sind die Menschen große Fans dieser Süßware, sodass zwei oder drei Mal jährlich eine große Lieferung von etwa 2 Tonnen Chocolate Tea Cake nach Kuwait fliegt."

Ihre Schokolade ist bei unseren KN FreshChain-Experten immer in guten Händen, egal welche Transportart Sie wählen. Während sich unsere Teams in Sachen Kundenbetreuung immer einig sind, gehen die Meinungen über das uralte Dilemma auseinander: Ist nun die belgische oder doch die Schweizer Schokolade die beste? Marc beteuert: "Keine dieser beiden berühmten Nationen landet auf dem ersten Platz, denn Deutschland ist die Nummer eins. Aber wenn Sie mich nach meinem Geschmack fragen, ist Schokolade immer großartig, egal wo sie produziert wird. Aber wahrscheinlich spricht hier die Naschkatze aus mir.“
 

Ihr Experte für KN FreshChain

Frank Ganse

Frank Ganse

Global Head Reefer Logistics

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