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Seefracht: Engpässe in Terminals und Hinterlandverkehren

Datum: 25. Mai 2021

die Situation im Seehafenhinterlandverkehr ist weiterhin sehr angespannt. Verzögerte Schiffsankünfte, Einschränkungen in der Abfertigung durch Feiertage und eine Überlastung vorhandener Kapazitäten auf den einzelnen Verkehrsträgern führen zu einer hohen Auslastung der Seehafenterminals.

Vorrangig in den Häfen Hamburg und Rotterdam, aber zum Teil auch in den weiteren Nord- und Westhäfen, sind die Terminals so stark ausgelastet, dass die Abfertigung nur mit massiver Verzögerung erfolgt. Diese betragen je nach Verkehrsträger und Terminal zwischen mehreren Stunden bis hin zu einigen Tagen. Eine Planung und geordnete Verladung von Containern wird somit massiv gestört.

Umleitungen und Protestaktionen

Aufgrund der Aus- und Überlastung der Teminals sind erste Reeder dazu gezwungen mit ihren Schiffen alternative Häfen anzulaufen, um eine zeitnahe Entladung zu gewährleisten. Exemplarisch sind hier Umleitungen nach Wilhelmshaven zu nennen. Im Hamburger Hafen wurde zudem versucht, Engpässe an den Hafenterminals durch Sonderschichten über Pfingsten zu reduzieren. Aufgrund von Streikankündigungen wurden diese allerdings abgesagt. Aktuell scheinen sich Streiks bei den Lokführern anzubahnen.

Des Weiteren hat die Bewegung „Extinction Rebellion“ in der Zeit vom 26.05. bis 28.05.2021 eine Protestaktion auf dem gesamten Gebiet des Hamburger Hafens angekündigt. Auch hier ist mit Einschränkungen zu rechnen.

Eingeschränkte Verfügbarkeit von Leercontainern

Weiterhin ist die Leercontainerverfügbarkeit im Export – speziell im Inland – sehr eingeschränkt. Vielfach werden Transporte aus diesem Grund im Rundlauf abgewickelt, was zu einer weiteren Belastung der Kapazitäten führt. 

Mögliche Folgen für Ihre Transporte

Die gesamtheitlich kritisch zu beurteilende Situation in den Terminals und bei den Hinterlandverkehren wirken sich unterschiedlich aus. Exemplarisch kann es zu folgenden Einschränkungen kommen:

  • Verzögerungen bei der Abnahme / Gestellung
  • Kurzfristige Veränderung der geplanten Gestellungstermine 
  • Verpassen des Closings für Export-Container / Verpassen von gebuchten Abfahrten
  • Notwendige Zwischenlagerungen von Export-Containern vor Rücklieferung an die jeweiligen Seehafenterminals (die vor Beladung nicht geplant waren)
  • Standgeldkosten für verlängerte Verweildauer der Container im Hafen

Die Effekte aus den aktuellen Problemen werden sich aller Voraussicht nach auf die folgenden Wochen auswirken. 

 


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