Was ist SOLAS?

SOLAS bedeutet „International Convention for the Safety of Life at Sea”. Die Verordnung wurde 1914 ins Leben gerufen – nach dem Titanic-Unglück im Jahr 1912. Seit 1948 ist die Internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO) für die Bearbeitung und Einhaltung von SOLAS zuständig.

Was ist das „VGM pro Container”?

VGM oder Verified Gross Mass steht für verifiziertes Bruttogewicht. Es beinhaltet Frachtgewicht, Ladematerial/Paletten/Skids, Stau- und Sicherungsmaterial sowie das Container-Leergewicht.

Was sind die grundsätzlichen Anforderungen?

Ab dem 1. Juli 2016 sind Verlader verpflichtet, dem Carrier vor Verladung eines gepackten Containers das verifizierte Bruttogewicht zu melden. Das erfolgt mit einer verbindlichen Unterschrift (auch elektronisch) der vom Verlader autorisierten Person.

In welchen Ländern gilt die VGM-Vorschrift?

Alle Mitgliedsstaaten der IMO müssen die VGM-Vorschrift unter Berücksichtigung ihrer nationalen Gesetzgebung anwenden. Einige Länder übernehmen diese Regelung automatisch, in anderen Staaten gelten zusätzliche Bedingungen.

Warum wird „VGM” gerade jetzt eingeführt?

In der Vergangenheit ist es aufgrund von inkorrekten Container-Gewichtsangaben vermehrt zu Unfällen auf See gekommen. Das VGM wurde eingeführt, um die Sicherheit während Transporten auf See zu verbessern und die Unfallrisiken zu minimieren.

Wer ist für die Übermittlung der VGM-Daten zuständig?

Der Verlader (also derjenige, der als Versender auf dem Bill of Lading/Seefrachtbrief angegeben ist) ist dafür verantwortlich, der Reederei das verifizierte Bruttogewicht rechtzeitig vor Beladen des Schiffes und/oder vor dem Transport zum Seefrachtterminal zu liefern. Die Reederei sowie Kühne + Nagel sind für die Verifizierung dieser Informationen nicht verantwortlich. Ein Verlader kann jedoch eine Drittpartei autorisieren, die VGM-Angaben in seinem Auftrag bereitzustellen.

Wie kann ich meinen Container wiegen, um das VGM zu melden?

Es gibt zwei Möglichkeiten, das verifizierte Bruttogewicht (VGM) zu bestimmen: durch Wiegen des gepackten Containers oder durch Berechnen.

  • Methode 1: der Verlader oder eine von ihm beauftragte Drittpartei muss den gepackten Container wiegen.
  • Methode 2: Der Verlader (oder eine vom Verlader beauftragte Drittpartei) muss alle Verpackungen und Frachtstücke einschließlich des Palettengewichts, des Stau- und Sicherungsmaterials und anderer Verpackungsmaterialien, die in den Container gepackt werden, wiegen. Das Leergewicht des Containers
    und die Summe der einzelnen Gewichte müssen gemäß der lokalen zertifizierten und genehmigten Methode addiert werden.

Nähere Informationen erhalten Sie auf der Seite des WSC (World Shipping Council).

Was bedeutet „Methode 1”?

Nach Beenden der Beladung und dem Verschließen des Containers muss der Verlader oder eine von ihm beauftragte Drittpartei den gepackten Container wiegen (innerhalb der Genauigkeitsstandards).

Was bedeutet „Methode 2”?

Der Verlader (oder eine vom Verlader beauftragte Drittpartei) muss alle Verpackungen und Frachtstücke einschließlich des Palettengewichts, des Stau- und Sicherungsmaterials und anderer Verpackungsmaterialien, die in den Container gepackt werden, wiegen. Das Leergewicht des Containers und die Summe der einzelnen Gewichte müssen gemäß der lokalen zertifizierten und genehmigten Methode addiert werden.

Wo kann ich das Leergewicht eines Containers ablesen?

Das Leergewicht eines Containers steht auf der Containertür. Einige Reedereien veröffentlichen das Leergewicht ihrer Container auf deren Internetseiten.

Aufgrund von früheren Reparaturarbeiten an Containern kann es sein, dass die Leergewichtsangaben nicht mehr aktuell sind.

Kann der Container am Hafenterminal gewogen werden?

Theoretisch es ist möglich, Container am Terminal zu wiegen. Allerdings sind nicht alle Häfen mit der entsprechenden Infrastruktur ausgestattet. Zudem kann es aufgrund von hohem Umschlagaufkommen zu Verzögerungen im Ablauf kommen.

Welche Daten muss der Verlader übermitteln?

Die erforderlichen Daten, die Kühne + Nagel benötigt, sind:

  1. Containernummer und Wiegemethode
  2. VGM pro Container
  3. Zusätzliche Informationen und/oder Dokumente, die von den zuständigen Behörden des jeweiligen Landes gefordert werden
  4. Unterschrift der vom Verlader autorisierten Person und Firmenangaben

Wie lautet die Meldefrist für die VGM-Daten an Kühne + Nagel?

Die VGM-Daten sollten bei Kühne + Nagel grundsätzlich vor dem Terminal Gate-In eintreffen. Aufgrund der spezifischen Anforderungen,die für jeden Hafen und/oder jede Umschlaganlage vorliegen, können die genauen Fristen für die VGM-Angaben variieren. Diese werden daher separat von unseren lokalen Ansprechpartnern kommuniziert. Sie erhalten die Fristen für die Abgabe der VGM-Daten zum Zeitpunkt der Buchungsbestätigung.

Was passiert, wenn ich als Verlader vergesse, die VGM-Daten zu übermitteln?

Kühne + Nagel überwacht den Status der VGM-Daten permanent, sodass es nicht zu einem Ladeverbot kommt.

Liegen Ihre VGM-Daten nicht rechtzeitig vor, wird einer unserer Seefracht-Experten Sie kontaktieren.

Was passiert, wenn ich das VGM nicht gemeldet habe?

Der Reeder und der Terminalbetreiber dürfen einen gepackten Container so lange nicht auf ein Schiff verladen, bis das VGM vorliegt.

Wer ist für die VGM-Daten zuständig, wenn Kühne + Nagel einen Container im Auftrag eines Verladers verlädt?

In diesem Fall agiert Kühne + Nagel als Auftragnehmer und verlädt und wiegt den Container im Auftrag des eigentlichen Verladers. Dennoch ist der Verlader, wie er auf dem Bill of Lading/Seefrachtbrief angegeben ist, zuständig für die Übermittlung der VGM-Daten.

Kühne + Nagel handelt mit beschränkter Haftung auf Basis seiner Geschäftsbedingungen und/oder wie im Vertrag vereinbart.

Wer ist zuständig für die Umsetzung von „SOLAS VGM”?

Die Umsetzung der VGM-Vorschrift ist Aufgabe der Seeschifffahrtsorganisationen der einzelnen Länder wie der US-amerikanischen Küstenwache.